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   Erziehung der Border Collies

Erziehung   

Hier kann ich nur einige Aspekte des komplexen Gebietes anreißen, für eine umfassende Information möchte ich Sie zur Bücherliste verweisen. Ich kann nur dringend raten, einige davon vor der Anschaffung eines Border Collies zu lesen, denn diese Rasse verträgt Fehler in der Erziehung am wenigsten. Machen Sie sich klar, dass Sie den Hund nicht von heute auf morgen perfekt erzogen haben.

 Hunde kennen keinen Demokratie-Begriff. Sie sind der Boss, das Alpha Tier im Rudel, er ist untergeordnet. Lassen Sie nie zu, dass diese Rangfolge infrage gestellt wird. Fangen Sie mit der Erziehung am Tag nachdem Sie den Welpen bekommen haben an. Border Collies sind intelligente Hunde, erziehen sich aber durchaus nicht selbst!

 Grundsätzliches

  1. Ich erziehe meine Hunde mit Hilfe von Leckerchen,  in  der Regel sind das kleine Scheiben von Wiener Würstchen. Gelegentlich backe ich auch Hundekuchen.     

  2. Entscheiden Sie sich für deutliche Kommandos wie Komm, Platz, Sitz, Pfui (oder nein) und Lauf. Erzählen Sie keine Romane!

  3. Geben Sie einen Befehl nur einmal und sorgen Sie dafür, dass der Hund gehorcht. Wenn Sie aus der Situation heraus nicht erwarten können, dass er es tut, lassen Sie den Befehl und sammeln Sie Ihren Hund selbst ein, sofern Sie ihn gerade abrufen wollten..

  4. Fast jeder Hundebesitzer hält sich für eine absolute Autorität auf dem Gebiet der Erziehung. Lassen Sie sich nicht beeindrucken, wenn er prahlt, dass er seinen Hund nur einmal mit der Schnauze in den Kothaufen stoßen und vor die Tür werfen musste, damit er sauber wurde. Glauben Sie auch nicht, dass Schläge mit der zusammengerollten Zeitung eine geeignete Erziehungsmaßnahme sind. Hierzu lesen Sie bitte das „Kosmos-Erziehungsprogramm für Hunde“ S.31.

  5. Geizen Sie nicht mit Lob, das Leckerchen dient zunächst noch der Verstärkung des Lobes, später wird es immer mehr reduziert.

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 Hunde-Neulinge

Dies sind die Ratschläge, die ich einem Hunde-Neuling geben würde.

 Sie wollen heute Ihren Welpen abholen? Sie haben ihn in den letzten Wochen hoffentlich häufiger besuchen können. Vermutlich haben Sie ihm eine Decke dort gelassen, die ins Körbchen der Hundemama gelegt wurde und jetzt nach der Hundefamilie riecht. Das wird Ihrem Welpen die Eingewöhnung bei Ihnen erleichtern. Haben Sie alles dabei? Bekommt der Welpe ein Halsband vom Züchter? Sicherlich sollten Sie eine Leine mitbringen, bei längeren Autofahrten auch eine Flasche Wasser, sein Trinknapf  und einige wenige Leckerchen, vielleicht etwas zum Knabbern? Haben Sie ihm im Auto schon ein Plätzchen vorbereitet?

 Sie haben den Welpen mit nach Hause genommen. Hoffentlich hat er die Autofahrt gut überstanden. Jetzt muss er sich bei Ihnen einleben.

All das ist für den kleinen Kerl eine anstrengende Sache, er sollte Gelegenheit haben, alles in seinem Tempo zu erforschen. Zeigen Sie ihm seinen Schlafplatz, legen Sie möglichst eine Decke hinein, die Sie vom Züchter mitgebracht haben. So erinnert ihn der Geruch an die Mutter und Geschwister noch an seine Familie. Die Kinder, sofern Sie welche haben, sollten den Hund freundlich willkommen heißen, ihn aber nicht mit Spielaufforderungen und Leckerchen überschütten. Zeigen Sie dem Welpen alle Zimmer, in denen er sich in der nächsten Zeit aufhalten soll. Wenn er älter ist, wird er auch die anderen Ecken erkunden wollen. Zeigen Sie ihm den Garten, wo sie erwarten, dass er sich versäubert. Führen Sie ihn zu der Stelle, wo sein Futter serviert wird. Und dann, lassen Sie ihn schlafen!

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 Wenn er wach wird, nehmen Sie ihn ohne lange Begrüßung auf den Arm und tragen Sie ihn dorthin wo er „machen“ soll. Halten Sie ein Leckerchen bereit, und sobald er sich setzt, um sich zu erleichtern, geben Sie es ihm und loben Sie ihn überschwänglich.

 Vermeiden Sie es, den Welpen zu überfüttern. Sie haben vom Züchter das Futter mit der Anweisung mitbekommen, wie viel Ihr Hund täglich haben soll. Frisst er es zu Anfang nicht ganz auf, ist das nicht weiter schlimm. Widerstehen Sie der Versuchung, ihm etwas besonders Leckerer anstelle seines Futters zu geben. Jeder Hund, nicht nur der Border Collie, ist ausgesprochen schlau, wenn es darum geht, seine Futterinteressen durchzusetzen. Viele erziehen ihre Besitzer durch die ersten Tage im Haushalt dazu, ihren Futterwünschen zu entsprechen. Meine Mutter füllte die Frolic meines ersten Hundes mit Leberwurst (einzeln!!!) damit er sie frisst. Er hat die Leberwurst rausgelutscht und die Frolic liegen gelassen. Räumen Sie das Futter, das nicht gefressen wird, nach kurzer Zeit weg. Wenn der Welpe munter ist, besteht kein Grund zur Sorge, dass er nicht genug Nährstoffe bekommt. Wenn Ihr Welpe allerdings das Futter verweigert und apathisch wirkt, wird es Zeit, dass Sie Ihren Tierarzt aufsuchen!

 Häufig bekommen Welpen durch den Stress des Haushaltswechsels eventuell noch verbunden mit einer (unnötigen) Futterumstellung Durchfall. In diesem Fall lassen Sie eine Mahlzeit ausfallen und füttern dann zunächst eine Diät bestehend aus Hüttenkäse mit gekochter und gestampfter Kartoffel, etwas Salz ist erlaubt, keinesfalls Butter oder Milch (oder auch  Reis mit magerer Puten- oder Hühnerbrust). Geben Sie nicht mehr als zwei Esslöffel pro Mahlzeit. Wenn der Durchfall damit nicht aufhört, oder noch Erbrechen hinzukommt, suchen Sie Ihren Tierarzt auf. Warten Sie damit nicht lange, denn ein Flüssigkeitsverlust ist für den kleinen Kerl gefährlich.

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 Spaziergänge 

Packen Sie das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes und seine feinsten Leckerchen ein. Beides brauchen Sie, damit Sie interessant genug sind, um zu Ihnen zurück zu kommen.

 Machen Sie zunächst nur kurze Spaziergänge. Suchen Sie sich eine nette Wiese in Ihrer Wohngegend, und lassen Sie Ihren Hund diese erkunden. Wenn Ihr Hund sich beim Spielen mit anderen ausgetobt hat, kann es vorkommen, dass er zu erschöpft ist, um alleine nach Hause zu laufen. Tragen Sie ihn dann. Daher sollte die Wiese nicht zu weit entfernt sein, sonst ist es ratsam, mit dem Auto zu fahren.

 Üben Sie früh, den Hund ohne Leine laufen zu lassen. Viele Besitzer haben Angst, ihre Welpen könnten weglaufen. Das ist meistens unbegründet, denn Welpen weichen Ihrem Besitzer im Allgemeinen nicht von den Füßen. Sollte er dennoch unternehmungslustig sein, spielen Sie mit ihm und locken Sie ihn zu sich. Am Anfang ist die wichtigste Devise: Wenn der Hund von mir  wegläuft, ist irgendetwas interessanter als ich. Das müssen Sie ändern! Machen Sie den Hund auf sich aufmerksam. Dazu haben Sie sein Lieblingsspielzeug eingepackt.

 Ältere Hunde gehen gerne mal ihrer Wege und kümmern sich nicht um Herrchen. Ein guter Tipp ist es, ein solches Verhalten in einer von Ihnen gewählten, aber relativ reizfreien Umgebung zu provozieren. Reizfrei bedeutet: Es hat wenig Sinn, einen Hund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb auf eine Kaninchenwiese zu setzen.

Wählen Sie eine Gegend, die dann besser geeignet ist. Rufen Sie Ihren Hund. Wenn er nicht kommt, verstecken Sie sich. Bis auf wenige hartnäckige Fälle wird der Hund Sie suchen, sobald er merkt, dass Sie weg sind. Lassen Sie ihm seine Panik ruhig für einen Moment oder zwei. Dann machen Sie sich bemerkbar und belohnen ihn dafür, dass er kommt.

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 Spielen mit anderen Hunden 

Dies ist ein wichtiger Lernschritt im Leben Ihres Hundes, allerdings gibt es hier viele Fallen. Zunächst:

Hunde spielen nur ohne Leine und Halsband miteinander. Eng sitzende Halsbänder sind relativ ungefährlich, weite Halsbänder sind für alle beteiligten ein Risiko, denn die Hunde können sich mit den Pfoten darin verfangen und sich und dem anderen üble Verletzungen zufügen.

Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Hund durch den sog „Welpenschutz“ vor Angriffen anderer Hunde geschützt ist. Diesen Welpenschutz gibt es, wenn überhaupt nur bei Hunden desselben Rudels. Manche Hunde sind Welpen gegenüber sehr tolerant, andere weniger und ganz andere beißen zu. Klären Sie das mit den anderen Hundebesitzern ab, verträgliche Hunde sind wichtig für ihren Welpen, denn er lernt durch diese viel. Unverträgliche Hunde jedoch können bei einem Welpen einen Schaden anrichten, der nur mit großer Mühe wieder beseitigt werden kann.

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 Welpenschule 

Haben Sie sich schon eine Welpenschule ausgesucht? Hier soll der Hund mit anderen spielen, andere Hundesprachen lernen und trotzdem seinen Menschen darüber nicht vergessen.

 Leckerchen

 Es spricht nichts dagegen und vieles dafür, den Hund mit dieser Maßnahme zu erziehen. Das häufigste Argument dagegen ist:  Was mache ich, wenn ich am Rhein stehe und  meinen Hund rufe und habe kein Leckerchen dabei…..Ganz einfach: 1. Sorge dafür, immer eins dabei zu haben und 2. Belohne später nicht mehr jede gut gemachte Aktion deines Hundes, sondern unregelmäßig. Lobe zunächst mit Leckerchen und Stimme („Fein gemacht, toller Hund“) später nur noch mit Stimme.

Strafen

 Wenn Ihr Welpe etwas macht, was er nicht soll, muss er  lernen es zu lassen. Er kann nur in dem Moment, wo er etwas Unerwünschtes tut, für sein Verhalten „bestraft“ werden. Zunächst ist es erforderlich, dass Sie unerwünschtes Verhalten mit einem Wort belegen, das immer gleich sein sollte, also „Pfui“, „Nein“,  oder was Sie möchten. Es sollte keine Schimpfkanonade auf den Hund abgelassen werden („Ich habe Dir doch immer wieder gesagt, dass man nicht an der Tischdecke zieht, muss Mama Dir den Nachtisch streichen, damit Du das endlich lernst?“ ist ungeeignet). Der Hund wird zwar verstehen, dass Sie schlecht drauf sind, das ist aber dann auch schon alles. Macht der Welpe eine Pfütze ins Wohnzimmer, sagen Sie laut und deutlich mit tiefer Stimme „Pfui“ (oder Ihr spezielles Wort) und nehmen den Welpen auf den Arm, tragen ihn raus und zeigen ihm die Stelle, auf der er machen soll.  

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Grundsätze, die Sie beherzigen sollten 

  1. Befehle sind immer klare Kommandos.
  2. Befehle werden nur einmal gegeben
  3. Befehle werden nur dann gegeben, wenn die Aussicht gut ist, dass der Hund gehorcht. Später muss er auch folgen, wenn es ihm nicht passt.

 Unerwünschtes Verhalten 

Der Hund springt Menschen an. Tolerieren Sie es bitte nicht beim Welpen! Was jetzt noch süß ist, wird beim erwachsenen Hund ein wirkliches Problem. Es ist recht schwierig, dem Hund das Anspringen abzugewöhnen, wenn Ihre Mitmenschen den Hund bestätigen („Ach lassen Sie ihn doch, bei mir darf er das, er ist ja so süß“); machen Sie dem Mitmenschen klar, dass Sie es nicht wollen, denn irgendwann trifft er die freundliche Frau Meier, wenn sie gerade stadtfein angezogen ist und versteht es nicht, dass seine Lehmpfotenabdrücke an ihrem Kostüm  nicht mehr erwünscht sind. Der vernünftige Mensch dreht sich weg, sieht den Hund nicht an, und Sie haben Gelegenheit Ihr „Pfui“ einzusetzen.

 Ich habe meinen Hündinnen das Anspringen dadurch abgewöhnt, dass ich sie an den Vorderbeinen festhielt. Das fanden beide absolut unerfreulich und ließen es sein. Mein Rüde bleibt aufrecht stehen, bis es mir langweilig wird – für ihn ist es keine Strafe.

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 Das Ignorieren von unerwünschtem Verhalten ist ein effektives Mittel, dieses zu unterbinden. Sicher können Sie es nicht ignorieren, wenn Fifi sich in Ihr Hosenbein verbissen hat. Aber dann ist im Vorfeld schon vieles (Mega-) falsch gelaufen. Wichtig ist jedoch: Bestätigen Sie Fehlverhalten nicht dadurch, dass Sie dem Hund mehr Aufmerksamkeit schenken!

Ein gutes Beispiel ist der Besuch beim Tierarzt. Der Hund steht auf dem Tisch und zittert. Es ist menschlich, den Hund jetzt zu trösten, aber für den Hund ist es falsch, denn er betrachtet Ihre Zuwendung als Bestätigung seines ängstlichen Verhaltens. Loben Sie ihn, wenn er sich richtig verhält laut und überschwänglich, wenn er sich verkriecht, Angst zeigt oder um Aufmerksamkeit zu erreichen Ihre Nerven strapaziert: Ignorieren Sie ihn.

 Der Hund zieht an der Leine

 Üben Sie Leinenführigkeit mit dem Hund von Anfang an. Sobald der Hund an der Leine zieht, bleiben Sie stehen. Der Hund wird eine Weile weiter ziehen, sich dann umdrehen und Sie ansehen. Sobald die Leine nicht mehr straff ist, gehen Sie weiter. Das ist die effektivste Methode, dem Hund das Ziehen abzugewöhnen. Fangen Sie früh damit an und üben Sie es kontinuierlich! Sie gehen wirklich nur, wenn die Leine locker hängt. Diese Art der Fortbewegung ist sehr zeitraubend, nehmen Sie es sich nur vor, wenn Sie nicht in Eile sind. In diesem Fall nehme ich meine Hunde mit dem Auto zum Auslauf und lasse sie vom Auto aus frei laufen.

 Ich empfehle –natürlich- über das Welpenalter hinaus den Besuch einer Hundeschule, wobei es gute und schlechte gibt. Gehen Sie lieber in keine Hundeschule als in eine schlechte! Sehen Sie sich das Training an, wenn undifferenziert mit Zwangsmaßnahmen gearbeitet wird, das Training aus sturem „im Kreis bei Fuß gehen“ besteht, lassen Sie es lieber, es sei denn, man klärt Sie darüber auf, dass es in diesem besonderen Fall notwendig war, ein bestimmtes Zwangsmittel bei einem bestimmten Hund anzuwenden. Achten Sie darauf, dass die Hunde mit positiver Verstärkung erzogen werden, dass mit Lob nicht gegeizt wird.

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Erziehung

Grundsätzliches

Hunde-Neulinge

Spaziergänge

Spielen mit anderen Hunden

Welpenschule

Leckerchen

Strafen

Grundsätze, die Sie beherzigen sollten

Unerwünschtes Verhalten

Der Hund zieht an der Leine

 

 


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Zuletzt bearbeitet 29.09.2008   Copyright © 2004-2008 Dr. Bärbel Schumacher, Alle Rechte vorbehalten.